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Wirtschaftsjunioren im Dialog mit FDP-Chef Christian Lindner

Erstellt am: 05.03.2017, 16:45 Uhr

In ihrer Reihe „Im Dialog mit…“ sprechen die Wirtschaftsjunioren Saarland mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft über gründungsrelevante Themen und die Herausforderungen des Unternehmertums am Wirtschaftsstandort Saarland. Am 9. Februar kam Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP und Abgeordneter des Landtages in Nordrhein-Westfalen, ins Saarland, um mit rund 20 Wirtschaftsjunioren über die aktuellen Themen von Existenzgründern und Jungunternehmern zu diskutieren. Im Mittelpunkt des sehr intensiven fast zweistündigen Austauschs standen Ideen und Maßnahmen, um die in Deutschland im internationalen Vergleich noch immer geringe Gründerquote anzuheben. Dazu gehört nach Auffassung von Christian Lindner eine gesunde Einstellung zum Thema Selbstständigkeit und Unternehmertum. Seiner Meinung sollten einmal gescheiterte Existenzgründer nicht pauschal stigmatisiert werden. In den USA erhielten auch gescheitere Gründer eine zweite Chance. Hätte Howard Schultz nach 244 Absagen von Banken aufgegeben, gäbe es heute beispielsweise kein Starbucks.

Darüber hinaus sprach sich Christian Lindner für eine tragendere Rolle alternativer Formen der Finanzierung junger Unternehmen wie Venture Capital aus. Die dazu notwendigen gesetzlichen Grundlagen für mehr Risikokapitalinvestitionen in Deutschland müssten seiner Meinung nach auf Bundesebene gelegt werden. Ein weiteres Thema des Dialogs zwischen Christian Lindner und den Wirtschaftsjunioren war, wie junge Unternehmen angesichts des sich anbahnenden Fachkräftemangels an kluge Köpfe herankommen. So klagten einige Wirtschaftsjunioren darüber, dass sie im Wettbewerb um Fachkräfte gegenüber Großunternehmen häufig den Kürzeren ziehen. Christian Lindner riet den Jungunternehmern, sich und ihre Unternehmen mehr mit den saarländischen Hochschulen zu vernetzen und stärker überregional auf Messen und anderen Plattformen zu präsentieren.

Am 2. März setzen die Wirtschaftsjunioren ihre Dialog-Reihe fort. Dann diskutieren sie mit Daniel Hager, CEO der Hager Group, über disruptive Geschäftsmodelle und den sich daraus resultierenden Chancen für eine engere Zusammenarbeit zwischen etablierten und Jungunternehmen, um innovative Ideen auszutauschen. Auch mit Vertretern der Politik stehen weitere Termine auf dem Plan, damit sich die Wirtschaftsjunioren auf die Landtags- und die Bundestagswahl einstellen können.