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Im Dialog mit Nadine Schön und Jens Spahn

Erstellt am: 25.03.2017, 14:59 Uhr

„Nach zu fest kommt Schraube ab“ – Wirtschaftsjunioren im Dialog mit Nadine Schön und Jens Spahn

Der Austausch mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist wichtiger Bestandteil der Arbeit der Wirtschaftsjunioren Saarland. Mit Blick auf die Bundestagswahl setzten die Wirtschaftsjunioren den Dialog fort und diskutierten mit den CDU-Bundestagsabgeordneten Nadine Schön und Jens Spahn am 16. März über Steuer- und Finanzpolitik. Dabei kritisierten die Jungunternehmer das hohe Maß an Bürokratie in Form von Nachweis- und Darstellungspflichten, die junge Unternehmen besonders belasten. Darüber hinaus hemmten starre Beschäftigungsregeln und risikoaverse Refinanzierungsstrukturen das Wachstum junger Unternehmen in Deutschland. Jens Spahn, der neben seinem Bundestagsmandat mit Wahlkreis in Nordrhein-Westfalen auch die Funktion des parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundeminister für Finanzen ausübt, griff diese Themen auf und erläuterte die bisherigen Aktivitäten der Bundesregierung, um junge Unternehmen und Existenzgründer zu entlasten. In diesem Zusammenhang betonte er, wie wichtig junge Unternehmen für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Deutschland seien und welche Impulse Existenzgründer für die Digitalisierung setzen könnten. Er sprach sich gegen die „Regelungswut“ auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene aus, die insbesondere die Entwicklung junger Unternehmen hemmen, und meinte: „Das ist wie bei einer Schraube. Nach zu fest kommt Schraube ab“.

Darüber hinaus betonte Jens Spahn, wie wichtig ein ausgeglichener Bundeshaushalt für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland sei und welche Anstrengungen es dazu auch in Zukunft bedürfe. Nur ohne neue Schulden ist es nach Auffassung von Jens Spahn fair und generationengerecht, neue Leitinvestitionen anzugehen. Als ein Ziel dieser Investitionen sieht er junge Unternehmen, die mit neuen, disruptiven Geschäftsmodellen die Megatrends der Zukunft wie beispielsweise Digitalisierung, Mobilität und Bevölkerungsentwicklung angehen.

Nadine Schön verwies zur Finanzierung von Gründung und Wachstum von Unternehmen auf das Investitionsprogramm der Bundesregierung, durch das Investitionen von Privatpersonen in neue Unternehmen staatlich bezuschusst werden. In diesem Zusammenhang warb sie dafür, dass sich erfolgreiche Unternehmer in Deutschland mehr für Existenzgründer einsetzen – beispielsweise als Business Angel.

Zur Entlastung von Existenzgründern und jungen, stark wachsenden Unternehmen sprachen sich die Wirtschaftsjunioren abschließend für einen „Start-up-Bonus“ bei Steuern und Abgaben sowie Nachweispflichten aus. Das könnte auch dazu führen, dass Gründungen in Deutschland in Zukunft viel schneller erfolgen. Nadine Schön und Jens Spahn versprachen, diese Idee zu überprüfen und auf Bundesebene weiter zu diskutieren.