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Nachbericht Workshop Japan

Erstellt am: 12.06.2015, 16:46 Uhr

Wenn sich japanische und deutsche Kultur begegnen…

 

gibt es meist viele Fragezeichen auf beiden Seiten. Antworten auf diese offenen Fragen zu geben und damit auch die diesjährigen WeKo-Fahrern auf den Aufenthalt in Japan vorzubereiten war Ziel eines Workshops, den die Wirtschaftsjunioren Saarland zusammen mit saarland.innovation&standort (saar.is) veranstalteten. WJS und saar.is arbeiten seit 2014 im Projekt „Go International“ zusammen, das kleine und mittelständische Unternehmen auf ihrem auf Auslandsmärkte unterstützen soll.

 

Das Einstiegsreferat von Jean-Paul Okada von „Unlock Japan“ klärte, warum sich Japan für deutsche Unternehmen immer noch lohnt. Okada beobachtet in jüngster Zeit eine Öffnung japanischer KMUs für ausländische Partner – eine gute Zeit, ins Japan-Geschäft einzusteigen! Den Einstieg in den Markt und die Kultur des jeweils anderen längst geschafft haben Günther Zentgraf, Geschäftsführer von MHA Zentgraf saarländischen Merzig, und Jun Mita, Inhaber der japanischen Firma Flo-tec. Die beiden sind seit 37 Jahren nicht nur geschäftlich, sondern auch freundschaftlich verbunden. Sie plauderten aus dem Nähkästchen und gaben den Anwesenden wertvolle praktische Tipps. Von der Empfehlung, für die Einstieg auf den japanischen Markt eine dort bekannte Mittelsperson einzusetzen bis hin zu der Information, dass kritische Anmerkungen beim gemeinsamen Sake-Trinken am ehesten fruchtbaren Boden fallen – all das hilft, eine stabile Beziehung aufzubauen. Von ihrem Alltag in Japan berichtete abschließend Christiane Liebe, saarländische Wirtschaftsjuniorin. Sie hat als Schülerin mit ihrer Familie mehrere Jahre in Tokyo gelebt. Ihr ist vor allem die hohe Wertschätzung der Japaner für schöne Dinge, die Vorliebe für schöne Verpackungen und die spontane Hilfsbereitschaft. Wer sich in Tokyo mit einem Stadtplan in der Hand suchend umsehe, sei sehr schnell von besorgten Japanern umringt, die dafür sorgen, dass man seinen Bestimmungsort erreicht. Ein netter Zug in einer Stadt, in der es weder Straßennamen, noch Hausnummern gibt! Und ein gutes Bild für das Fazit des Abend: viele Fragezeichen verschwinden, wenn man offen aufeinander zu geht und dafür sorgt, dass niemand das Gesicht verliert.